Ein Hauch von Informatik
Es ist durchaus möglich, im Mathematikunterricht anhand von GeoGebra grundlegende informatische Konzepte zu thematisieren:
- Makro: Es kann zu einer korrekten Konstruktion ein Neues Werkzeug mit Eingabe und Ausgabe definiert werden (Ausgabe zuerst!). Dies ist gewissermaßen ein Unterprogramm, eine Procedure, in der die einzelnen Konstruktionsschritte gekapselt werden und durch einen einzigen Befehl aufgerufen werden können.
- Boolesche Variable: Man kann Wahrheitswerte definieren, die man für Sichtbarkeit oder als Bedingung bei Wenn-Befehlen nutzen kann. Diese können auch durch logische Verknüpfengen und, oder, nicht kombiniert werden.
- Verzweigungen: Mit dem Befehl Wenn(Bedingung, dann, sonst) kann man Verzweigungen im Ablauf organisieren.
- Wiederholungen: Mit dem Befehl Wiederhole(n, Befehl) kann ein Befehl (oder eine Reihe von Befehlen) n-mal wiederholt werden. Mit dem Befehl Folge(Ausdruck, Variable, start, end) kann man For-Next- oder Repeat-Schleifen ersetzen und die Resultate in Listen ausgeben.
- Scriptsprachen: Bei allen GeoGebra-Objekten, insbesondere bei Schaltflächen oder Kontrollkästchen, kann man Scripte einsetzen, um bestimmte Effekte durch Anklicken zu erreichen. Am einfachsten sind GeoGebra-Scripte, die aus einer Abfolge von GeoGebra-Befehlen bestehen. Es kann aber auch Javascript eingesetzt werden. Die Scripte können entweder durch Mausklick oder bei Update aktiv werden und im Fall von Javascript auch global wirken.
- Zahlsysteme: In Anwendungen können Binärzahlen thematisiert werden (z.B. 7-Segment Anzeige) und Hexadezimalzahlen (z.B. beim Färben von Objekten).
- Algorithmen: mit Folge-Befehlen oder Summe-Befehlen können Algorithmen der numerischen Mathematik umgesetzt werden (z.B. zur Berechnung von Folgen und Reihen) und es können geeignete Algorithmen geometrisch/ graphisch umgesetzt werden (z.B. das Heron-Verfahren in der Sek I und das Euler-Cauchy-Verfahrung zur näherungsweisen Konstruktion einer Stammfunktion in der Sek II).