Corona: Mathematik & Modellbildung

Es werden veröffentlichte Visualisierungen zur möglichen Ausbreitung der Corona-Pandemie untersucht. Modellierungen beruhen grundsätzlich auf Abstraktionen, auf Vereinfachungen und Vergröberungen. Die hier betrachteten Modellierungen basieren offensichtlich auf der Annahme, dass die Dichtefunktionen (= Neuinfektionen) symmetrisch glockenförmig sind. In meinem 'Check' der Visualisierungen gehe ich zunächst davon aus, dass eine logistische Wachstumskurve angemessen ist (was sich nicht immer als zutreffend erweist). Die Gauß'sche Normalverteilung unterscheidet sich aber davon nur wenig und könnte auch herangezogen werden. Realitätsnähere Modellierungen sind allerdings viel komplexer und jenseits der schulischen Möglichkeiten, siehe z. B. https://rp-online.de/panorama/coronavirus/forschern-fordern-in-der-corona-krise-einschnitte-ueber-monate_aid-49669785 oder https://www.imperial.ac.uk/news/196234/covid-19-imperial-researchers-model-likely-impact/ Der Sinn des Modellierens ist bei aller Vereinfachung eine Prognose, ein Blick in die Zukunft, um in der Gegenwart adäquat handeln zu können. Die hier gezeigten Modellierungen werden auf ihre mathematische Angemessenheit und Konsistenz überprüft. Das kann man auf Schulniveau sicher leisten. Es wird ihnen keine eigene Modellierung gegenübergestellt.
Corona: Mathematik & Modellbildung